Hallo ihr lieben Leser, ich bin es, eure Deborah Hain. Aber die meisten kennen mich ja unter dem Namen ‚Debby‘! Bald ist es für mich soweit. Nach vielen Jahren Schule gönne ich mir eine Auszeit. Und die will ich ganz Gott widmen. Konkret heißt das für mich, dass ich mit der Allianz-Mission für ein Jahr in den Kosovo gehen werde. (Wenn ihr jetzt nachschauen geht, wo der überhaupt liegt, nehme ich euch das nicht übel. Am Anfang hatte ich nämlich auch keine Ahnung!) post_Kosovo_Bild
post_KosovoDie nächste Frage, die euch jetzt vermutlich einfällt ist ‚Warum denn bitte der Kosovo?‘ Die Antwort ist eigentlich relativ simpel: für mich stand sehr früh fest, dass ich ein Jahr ins Ausland gehen möchte und dies mit Mission verbinden will. Zudem wusste ich auch, dass Afrika nichts für mich ist. Ab da war es klar, dass ich mit der Allianz-Mission weg gehen will. Ich habe dann ein zweitägiges Seminar dort besucht, wo jedes Land vorgestellt wurde. Da gehörte auch der Kosovo dazu. Als dann die Aufgaben von dort vorgestellt wurden, stand für mich fest ‚Da gehe ich definitiv hin‘.

Im Laufe des letzten Jahres hat Gott mir mehrmals gezeigt, dass dies die absolut richtige Entscheidung war und ich bin sehr glücklich darüber, wie das alles geworden ist!

Wie die meisten von euch wissen, hat man immer einen Vers, der einen begleitet über das Jahr. Lange wusste ich nicht, welchen ich nehmen sollte. Doch dann kam die Gemeinderüstfreizeit in Rehe! Dort hat Gott mir einen Vers aus der Bibel gezeigt. Paulus schreibt in Epheser 1,18: „Er öffne euch die Augen, damit ihr seht, wozu ihr berufen seid, worauf ihr hoffen könnt und welch unvorstellbar reiches Erbe auf alle wartet, die zu Gott gehören.“

Dieser Spruch traf mich mitten ins Herz und mir kamen die Tränen. Ich wusste direkt, dass das MEIN Spruch ist. Es ist so ein großes Versprechen, das Gott mir gibt. Das Gott uns gibt! Gott zeigt uns, wozu wir berufen sind. Er liebt uns und wir gehören zu Ihm. Deswegen wartet auf uns ein größeres Erbe als wir uns je vorstellen könnten. Er hält, was Er verspricht und ist immer bei uns. Niemals lässt Er uns im Stich. Und mit dem Gedanken und dieser Gewissheit ist es mir sofort leichter ums Herz, wenn ich an die Ausreise denke und an das Jahr was mir bevorsteht!

Um jetzt etwas konkreter zu werden, wo ich genau hingehe: ich gehe nach Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo. Und dort werde ich sogar eine eigene Wohnung haben, naja mir ganz gehört sie nicht. Ich werde sie mit einer Mitbewohnerin teilen. Auch sie macht dort ein FSJ. Sie kommt nicht nur aus Deutschland, sondern sogar aus Frohnhausen. Ich kenne sie bereits und bin sehr froh, dass ich nicht alleine ins kalte Wasser springen muss. Wir beide verstehen uns jetzt schon richtig gut und freuen uns total auf das Jahr gemeinsam in Prishtina.

Unsere Aufgaben für das Freiwillige Soziale Jahr bestehen darin, die internationale Gemeinde in Prishtina zu unterstützen. Das Gemeindehaus befindet sich ganz in der Nähe unserer Wohnung. Zudem werden wir in einer neu eröffneten Kindertagesstätte eingesetzt werden. Rund um Prishtina gibt es einige ‚House of Hope‘, also Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche, die nicht wissen, wo sie in ihrer Freizeit hin sollen. Dort werden wir auch viel Zeit verbringen. Man spielt dort mit den Kindern und Jugendlichen, redet mit ihnen, verbringt einfach Zeit mit ihnen. Und natürlich erzählt man dort auch von Gott. Gemeinsam mit einem dritten deutschen FSJ’ler, der bei einer deutschen Missionarsfamilie ca. 30km nördlich von uns wohnen wird, werden wir Kinder- und Jugendstunden halten.

Bezüglich Kommunikation heißt es für uns Englisch, Englisch und noch mehr Englisch. Doch einige sprechen dort auch Deutsch. Ansonsten werden wir auch Kosovo-Albanisch lernen.

Selbstverständlich hoffe ich auf Unterstützung von zu Hause. Unterstützung von meiner Heimatgemeinde, also von euch! Diese Unterstützung  kann sehr vielseitig sein. Ob ein Brief oder eine Mail aus dem schönen Wissenbach, ein Päckchen, ein Gebet oder auch Geld für mein Spendenkonto.

Ich werde natürlich versuchen, euch immer auf dem Laufenden zu halten in Form eines Rundbriefes. (Die Liste dazu liegt im Gemeindehaus aus und kann gerne vollgeschrieben werden) Gebetskarten sind auch schon da! Diese liegen auch im Gemeindehaus.

Das wär’s erst einmal von mir. Bis Anfang Oktober bin ich auch noch im Lande. Obwohl im September meine Vorbereitungsseminare schon stattfinden, allerdings bin ich trotzdem noch an ein paar Sonntagen bei euch in der Gemeinde!

Bei Fragen könnt ihr euch gerne an mich wenden.

Alles Liebe, eure Debby