In der Osterwoche trafen wir uns mit einigen Frauen zu einem Spaziergang durch den Wald. Ausgerüstet mit Taschenlampen und festem Schuhwerk gingen wir los. Alle Besucherinnen waren damit einverstanden, auf dem Weg nicht miteinander zu reden. Ziel der Wanderung war, sich auf den Leidensweg Jesu zu konzentriert, darüber nachzudenken, was für jede persönlich Ostern bedeutet.

An sechs Stationen hielten wir an, um Worte aus der Passionsgeschichte vorzulesen, mit Gedanken von Max Lucado aus seinem Buch: „Weil du es ihm wert bist, wählte er die Nägel.“ Passend dazu wurden Symbole zum Anfassen herumgereicht: die Dornenkrone, Nägel, das Schild mit der Aufschrift, zwei Kreuze, ein Schwamm und das Leichentuch.

Gottes Verheißungen wurden uns durch die einzelnen Zeichen neu bewusst. Z.B. die zwei Kreuze? Warum zwei Kreuze? Lucado schreibt dazu: „Kann es sein, dass es ein Zeichen Gottes ist für ein riesiges Geschenk? Die freie Wahl? Als einer betete, liebte Jesus ihn genug, um ihn zu retten. Und als der andere ihn verspottete, liebte Jesus ihn genug, um es zuzulassen. Er ließ ihm die Wahl. Er lässt auch uns die Wahl.“

Am Ende der Reise bis zum leeren Grab trafen wir uns beim Gemeindehaus. Dort war ein Feuer im Garten angezündet. Alle Teilnehmerinnen waren immer noch still. Jede hing ihren Gedanken nach und versuchte die Eindrücke zu verarbeiten.

Nach einem Segenswort und der Zusage Jesu zum Mitnehmen: „Ich lebe und ihr sollt auch leben“, gingen wir still nach Hause.

Das Ladies-Team